/ April 25, 2020/ Allzu menschliches/ 0Kommentare

Gott hat f├╝r jeden von uns einen individuellen Plan f├╝r unser Leben, aber er hat auch einen Gesamtplan f├╝r die ganze Welt.

Hast du auch bereits festgestellt, dass du seine Wege erst R├╝ckw├Ąrts verstehst? Gott l├Ąsst sich nicht vorw├Ąrts in die Karten gucken. Jesus hat in der Apostelgeschichte 1, 6-8 erkl├Ąrt, dass es uns nicht zusteht zu wissen, was die Zukunft bringen w├╝rde.

Manche Fragen bleiben zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet. Das m├╝ssen wir aushalten, denn alles folgt zu rechten Zeit. Vertrauen geht mit Geduld einher, genau wie die Ungeduld Sorgen hervorbringt. Wir k├Ânnen im Vertrauen auf Gott Frieden finden, denn Gottes Zeitplan ist perfekt!

In 3. Mose 26,4 sagt Gott: Ich will es immer zur rechten Zeit regnen lassen.

Zugegeben, manchmal ist es frustrierend auf den Regen zu warten.

Wenn all die M├╝he, die wir uns machen keine Anerkennung findet, keine Frucht hervorbringt, dann werden wir m├╝de. Es fehlt die Motivation und es wirft Fragen auf.

Hat Gott mich vergessen? Er hat mich doch bef├Ąhigt, warum tut sich einfach keine T├╝r auf?

Die Bibel spricht uns Mut zu. In Psalm 31,15 lesen wir: Doch ich vertraue auf dich, Herr, und sage: ÔÇ×Du bist mein Gott! Meine Zukunft liegt in deinen H├Ąnden.

Wir d├╝rfen gerade in Momenten, in denen wir schon so lange warten und sich einfach nichts tut, nicht aufgeben. Manche T├╝r, von der wir glauben, sie sei verschlossen, klemmt nur ein wenig.

Gib nicht so schnell auf!

Vielleicht arbeitet Gott gerade an Menschen, die mit dir zusammenarbeiten sollen, die er f├╝r seinen Plan mit dir auch gebrauchen m├Âchte. Beziehe nicht immer alles auf dich. Gottes Netzwerke sind viel gr├Â├čer, als du denken kannst.

Bade nicht in Selbstzweifeln und frag dich nicht st├Ąndig: Was mache ich falsch? Was stimmt mit mir nicht?

Warte bis du und andere soweit sind. Gott dr├Ąngelt nicht, er nimmt sich die Zeit, die jeder einzelne Mensch in seiner Einzigartigkeit braucht.

Wenn du auf deinem Weg das Gef├╝hl hast, du m├╝hst dich ab, ohne eine Ernte einzufahren, wenn du nicht wei├čt, warum du nicht vorankommst, dann sei dir gewiss, Gott wei├č und sein Zeitplan ist perfekt. Er ist dabei ein gro├čartiges St├╝ck f├╝r dich zu komponieren und bereitet dich und die anderen Musiker darauf vor, dieses St├╝ck spielen zu k├Ânnen.

H├╝te dich davor, dich mit anderen zu vergleichen. Insbesondere, wenn Menschen bereits Erfolge feiern, Anerkennung erhalten und scheinbar m├╝helos ihre Frucht in die H├Ąnde gelegt bekommen. Du wei├čt nicht, welche Wege diese Menschen gehen mussten und du wei├čt auch nicht, wieviel gr├Â├čer die Gnade sein wird, mit denen Gott dich noch segnen wird. Vertraue darauf:

Deine Zeit wird kommen!

Gebet: Gott, ich wei├č, dass dein Zeitplan perfekt ist, auch wenn ich es leid bin zu warten. Hilf mir, dir zu vertrauen und in deinem Plan f├╝r mein Leben Ruhe zu finden. Meine Zeit steht in deinen H├Ąnden.

Sehen wir uns das Leben von Josef dem Sohn von Jakob und Rahel an.

Josef war einer der Beiden S├Âhne, die Jakob mit der Frau hatte, die er sehr liebte. Er hatte noch zehn andere Br├╝der, die von Jakobs zweiten Frau Lea und den Sklavinnen Silpa und Bilha stammten.

Josef wurde von seinem Vater Jakob in ein kostbares Gewandt gekleidet. Seine Halbbr├╝der waren neidisch und lie├čen es ihn sp├╝ren. Kein freundliches Wort redeten sie mit ihm. Josef wurde von ihnen verachtet, gedem├╝tigt und schlie├člich verkauften sie ihn f├╝r ein paar Silberm├╝nzen an einen Sklavenh├Ąndler. Ihrem Vater erz├Ąhlten sie, er sei einem wilden Tier zum Opfer gefallen.

Josef wurde in ├ägypten als Sklave an Potifar, dem Befehlshaber der k├Âniglichen Leibwache verkauft. Potifar erkannte schnell, dass Gott Josef beistand und ihm gelingen lie├č, was er tat. Er machte ihn zu seinem pers├Ânlichen Diener und ├╝berlie├č Josef die Aufsicht ├╝ber Haus und Felder. Schlie├člich verwaltete er den ganzen Besitz Potifars und es ging ihm eine Weile so gut, dass er sicher verga├č ein Sklave zu sein.

Doch dann verschlechterte sich die Lage Josefs, denn Potifars Frau beschuldigte ihn, ├╝ber sie hergefallen zu sein. Josef kam unschuldig ins Gef├Ąngnis und es blieb ihm nichts anderes ├╝brig, als seine (Un)schuld dort abzusitzen und auszuharren.

Wie er die Zeit im Gef├Ąngnis verbrachte?

Es macht nicht den Eindruck, als w├Ąre er zerfressen von Ungeduld, gel├Ąhmt und starr vor Unmut, Gram und Angst. Vielmehr war es so, dass er ganz im hier und jetzt den Augenblick so wie er war annahm und seine Lebenslage in Gefangenschaft nach den vorhandenen M├Âglichkeiten gestaltete.

Josef vertraute Gottes Zeitplan.

Erstaunlich, dass selbst als der Mundschenk des Pharaos ihn vergessen hatte, Josef nicht hoffnungslos wurde. Josef hatte seine Gabe Gottes, Tr├Ąume zu verstehen, eingesetzt, um dem Mundschenk seinen Traum zu deuten. Als Dank wollte dieser an ihn denken, wenn er wieder in seinem Amt eingesetzt sein w├╝rde. Doch erst nach zwei Jahren in Freiheit, erinnerte er sich wieder an den wartenden Josef im Gef├Ąngnis, denn sein Herr, der Pharao hatte einen Traum, den niemand deuten konnte.

Doch Josef konnte es

und verdiente sich die Gunst des Pharaos, der ihm die Vollmacht ├╝ber ganz ├ägypten gab. Josef wurde ein so m├Ąchtiger Mann, dass nur noch der Pharao ├╝ber ihm stand. Durch die Ernte, die er im ganzen Land einfuhr, konnte er in den D├╝rrejahren und der Hungersnot das ganze Land versorgen und sogar L├Ąnder dar├╝ber hinaus. So kam es, dass nach vielen Jahren in diesem fremden Land, seine Halbbr├╝der aus Kanaan vor ihm standen, um Weizen zu kaufen. Sie erkannten ihn nicht, denn sie h├Ątten wohl niemals gedacht, dass ihr kleiner verhasster Bruder Josef in einem anderen Land ein so gro├čer Mann sein w├╝rde.

Und was tat Josef?

Nein, er ├╝bte keine Vergeltung. Es gab auch nichts zu vergelten, denn Gott hatte f├╝r ihn zu jeder Zeit gesorgt. Er konnte seinen Br├╝dern vergeben und sagte ihnen:

ÔÇ×Ihr hattet B├Âses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet; denn er wollte auf diese Weise vielen Menschen das Leben retten. Das war sein Plan, und so ist es geschehen.ÔÇť

1. Mose 50,20

Bis zu seinem Tod und dar├╝ber hinaus, teilte Josef seinen Reichtum und sein gutes Leben mit seinen Br├╝dern.

Die ganze Geschichte kannst du hier lesen.

Wenn du auf den Link gehst, wirst du zur OnlineBibel ÔÇ×YourVersionÔÇť weitergeleitet, direkt zu Josef und seinen Br├╝dern. (1. Buch Mose, Kapitel 37-50)

Genie├če dein Leben in der Gegenwart Gottes.

Sabrina F. P.

Der Ursprung allen Seins…

Foto von Jordan Benton von Pexels

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