/ April 27, 2020/ Allzu menschliches/ 0Kommentare

WAS?,

fragen sich jetzt vielleicht einige, Ursprung allen Seins ist doch Gott!

Stimmt!

Aber was ist Gott?

Ein beliebter Taufspruch lautet:

Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

1 Joh 4,16b

Gott ist Liebe und die Liebe ist immer auf etwas oder jemanden Bezogen.

Ja, Gott selbst ist die Liebe, aber nicht nur das.

Gott in seiner Wesenheit ist als Vater, Sohn und Heiliger Geist eine Einheit.

Vater, Sohn und Heiliger Geist sind eins und doch voneinander unterscheidbar.

Diese Dreieinigkeit ist nicht einfach zu verstehen.

Da ist der Vater, der nicht der Sohn ist.

Der Sohn, der nicht der Vater ist und

der Heilige Geist, der nicht Vater ist

und auch nicht Sohn.

Dieses Schaubild von Wikipedia hilft uns das ganze ins Bild zu bringen.

Noch verständlicher wird es, wenn wir ein Gleichnis heranziehen und Gott durch das Element Wasser ersetzen, wie auf dieser Darstellung.

Bildergebnis für Trinitätslehre

Zur Vertiefung empfehle ich hier weiterzulesen. Pastor Thomas Gerlach aus Kassel, beschreibt sehr verständlich die Lehre von Gottes Dreieinigkeit. Auch auf viele weitere Glaubensfragen hat er gute Antworten. https://www.evangelischer-glaubenskurs.de/

Warum der Ursprung allen Seins Beziehung sein soll, beantwortet eben diese Trinitätslehre.

Gott ist Beziehung!

Der Vater als Schöpfer, Jesus als Mensch und Gottes Heiliger Geist sind ganz verschieden und doch immer nur der eine Gott.

Untrennbar, sind sie nicht nur aufeinander bezogen, sondern eins.

Die Lehre der Dreieinigkeit erscheint ziemlich abstrakt und kompliziert.

Aber sind Beziehungen nicht generell kompliziert?

Wie wir sehen ist das bei Gott anders.

Vater, Sohn und Heiliger Geist sind sich in ihrer Verschiedenheit dennoch einig.

Und wie sieht das bei uns aus?

Wo Menschen mit ihren Bedürfnissen, Empfindungen und Wünschen aufeinandertreffen herrscht selten Einigkeit.

Beziehungen zu gestalten bedeutet für uns Menschen echte Arbeit.

Da ist die Beziehung zu mir selbst, die zuweilen von Selbstzweifeln geprägt ist, vielleicht auch dann und wann wieder von Überheblichkeit und Selbstüberschätzung,

meine Beziehung zu Gott, für die ich mich immer wieder neu und aktiv entscheiden muss,

die Beziehung zu meinen Kindern, die in meiner elterlichen Verantwortung auch von Sorgen beeinflusst wird,

die Verbindung zu meinem Mann, die nicht von allein zu einer Verbindung wird.

Wo Menschen sind, da menschelt es auch!

Mal mehr und mal weniger, mal heiter und mal ernst.

Die Sorgen im Gebet benennen zu können und Gott mit einzubeziehen, empfinde ich als Privileg. Doch manchmal wünsche ich mir klare und eindeutige Handlungsempfehlungen.

Besonders in meiner beruflichen Profession als Sozialpädagogin komme ich trotz Gebet immer wieder an meine Grenzen.

Pädagogische Methoden aus Fachbüchern sind hilfreich.

Neben Fachliteratur zum gezieltem Studium gibt es unzählige Ratgeberbücher zur Lebenshilfe von A wie Achtsamkeitstraining – Z wie Zen Buddhismus und dazwischen noch systemische Beratung, neurolinguistische Programmierung und Yoga.

Diese Gesundheits- und Lebensberater stehen im Schrank, als gutes Werkzeug, das bei Bedarf aufgeschlagen und angewendet werden kann.

Wieviele Ratgeberbücher stehen bei dir im Schrank?

Und braucht der Mensch nicht mehr als Handlungsmethoden?

Brauchen wir nicht vor allem ein Fundament, auf dem wir fest stehen können?

Eine Festung, in der wir tief gegründet sind, auf Gott vertrauen und Hoffen dürfen, auch und gerade in Zeiten, in denen Unfriede und Unruhen unser Lebensumfeld beherrschen.

Als die Jünger im Boot mit dem schlafenden Jesus in einen Sturm gerieten, waren sie ängstlich und besorgt.

Sie weckten ihn schließlich auf und Jesus sagte: Vertraut ihr denn so wenig? Wovor habt ihr angst? Er sprach ein Wort und der Sturm legte sich. Wo ist denn euer Glaube, fragt er in Lukas 8 Vers 25.

In der Bibel finden wir in vielen Erzählungen Bezüge zu unseren aktuellen Herausforderungen. Der Bestseller, die Bibel ist voll von Menschen die Zweifel, Ängste, Sorgen und Nöte hatten und vor großen Herausforderungen standen.

Etwas ganz entscheidenes erfahre ich bereits im ersten Buch bei Mose und den Israeliten.

Es menschelt!   Aber gewaltig.

Ich finde darin Trost, aber auch Zuversicht und Motivation

und manchmal sogar eine klare Handlungsanweisung und Aufforderung.

Wie in dem Buch 1. Könige 19. Da ist Elia der Burnoutprophet, um den sich ein Engel kümmert und ihn zwischen seinem Erschöpfungsschlaf unter dem Gingsterstrauch auffordert zu essen und zu trinken.

Was für ein guter Ratschlag und so altbewährt. Gut gestärkt konnte Elia danach 40 Tage durch die Wüste laufen. In Vers 11 fordert Gott ihn schließlich persönlich auf, aus seiner Höhle herauszutreten: „Komm aus deiner Höhle heraus und tritt vor mich hin!“

Ein Ansporn, der für Elia zum Beweggrund wird, den neuen Auftrag des Herrn auszuführen, auch wenn das bedeutete, dass er den Weg durch die Wüste wieder zurück gehen musste. (1. Könige 19:15)

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Gebet:

Heiliger Geist, ich bitte dich mir in meinen Beziehungen zu helfen. Hilf mir mich von der Liebe leiten zu lassen, mir selbst Wert zu geben und meine Mitmenschen mit diesen Wert zu bereichern. Ich möchte meine eigenen Bedürfnisse und die anderer achten. Gott, du weißt wie es geht. Du bist Mensch geworden und hast uns durch Jesus gezeigt, wie wir miteinander umgehen sollen. Führe mich in deiner Güte und Barmherzigkeit. Alleine schaffe ich es nicht.

——-

Genieße dein Leben in der Gegenwart Gottes.

Sabrina F. P.

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