/ Mai 27, 2020/ Allzu menschliches/ 0Kommentare

Nicht jeder Gedanke in deinem Kopf ist von dir!

Diese erste Wahrheit ist wesentlich, um den Krieg in deinem Kopf gewinnen zu können.

Die US-Predigerin Joyce Meyer nennt diesen Krieg „das Schlachtfeld der Gedanken“.

Kennst du das?

Es ist, als ob dich deine eigenen Gedanken angreifen. Aber warum gibt es gerade bei Gläubigen häufig diesen Kampfplatz im Kopf?

Ich sagte es an anderer Stelle schonmal:

Christsein ist nichts für Weicheier!

Nicht umsonst heißt es in Epheser 6,11:

„Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren.“

Epheser 6,11

Wir brauchen eine Kampfausrüstung, um mit Gottes Gegenspieler fertig zu werden!

  • Wer ist der Gegenspieler Gottes?
  • Wie sieht er aus?
  • Wie greift er uns an?
  • Welche Kampfausrüstung steht uns zur Verfügung?

In diesem Beitrag geht es um den Gegenspieler Gottes und sein Wesen. Du erfährst wie er angreift und welche Abwehr dir zur Verfügung steht.

In der Bibel finden wir Antworten auf diese Fragen.

Bist du bereit für eine wesentliche Glaubensauseinandersetzung?

Dann lass uns den Feind durchschauen.

1. Wer ist der Gegenspieler Gottes?

Kenne deinen Feind!

In vielen Glaubensgemeinschaften wird der Teufel einfach ausgespart. Wir können jahrelang jeden Sonntag in die Kirche gehen und hören nicht ein einziges Mal etwas von unserem größten Widersacher. Wie in Harry Potter, gibt es da wen, dessen Name nicht genannt werden darf. Dieser jemand heißt Lord Voldemort und die wenigsten Zauberer trauen sich seinen Namen auszusprechen. Sie glauben, wenn sie nicht über ihn reden, ist er auch nicht da. Doch er sorgt für Unheil und Leid, stiftet Verwirrung und kommt, um zu stehlen und zu töten.

Wir Christen haben einen Feind und wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, oder ihn nicht beim Namen nennen, kann uns dieser Feind ganzschön durcheinanderbringen. Das griechische Wort für Teufel lautet Diabolos und lässt sich mit durcheinanderbringen übersetzen.

Willkommen im Land der Verwirrung

In Psalm 51,7 heißt es, wir werden in Sünde geboren.

„Schon von Geburt an bestimmt die Sünde mein Leben; ja, seit ich im Leib meiner Mutter entstand, liegt Schuld auf mir.“

Psalm 51,7

SÜNDE!

Wir sind alles Sünder.

Das klingt hart. Niemand möchte ein Sünder sein. Das Wort Sünde, gehört nicht zu den christlichen Begrifflichkeiten, die für massenhafte Bekehrung sorgen. In Verbindung mit der Glaubenshaltung eines strafenden Gottes lässt sich das Wort Sünde wunderbar missbrauchen, um die Menschen davon abzuhalten sich voller Vertrauen trotz all ihrer Schuld an einen liebevollen, fürsorglichen, mütterlichen Gott zu wenden.

Wenn Menschen mit Schuldgefühlen beladen sind, fällt es ihnen schwer in einen offenen Dialog zu treten. Oder konntest du als Kind nachdem du Scheiße gebaut hast Mama und Papa locker vor die Augen treten als wäre nichts gewesen?

Der griechische Ausdruck für das Wort Sünde bedeutet ursprünglich: am Ziel vorbeischießen, das Ziel verfehlen.

Schuld wird in der Konkordanz übersetzt mit: moralisches Fehlverhalten oder die Last infolge des Fehlverhaltens

Wir könnten den Vers 7 in Psalm 51 übersetzen mit:

„Schon von Geburt an bestimmt die Zielverfehlung mein Leben, ja, seit ich im Leib meiner Mutter entstand, liegt die Last infolge des Fehlverhaltens auf mir.“

Unsere Welt ist in der Herrschaft des Teufels. Er bringt die Welt und darin uns völlig durcheinander, sodass wir leicht in Sünde verfallen und das Ziel verfehlen. Diese Verwirrung trägt sich seit Kain, dem ersten geborenen Menschen aus Adam und Eva, weiter.

Wir werden alle in das Labyrinth des Teufels hineingeboren.

„Sie hat der Satan, der Herrscher dieser Welt, so verblendet, dass sie nicht glauben. Deshalb sehen sie auch das helle Licht dieser Botschaft nicht, die von Christus und seiner Herrlichkeit spricht.“

2. Korinther 4,4

Manche Menschen fühlen sich in diesem Labyrinth wohl und wollen gar nicht heraus. Es gibt schließlich genug zu konsumieren und auch wenn die Sicht inmitten dieses Irrgartens sehr beschränkt ist, lebt es sich darin recht komfortabel.

Jetzt kommt die Antwort auf die Frage, warum gerade Christen, die daran Glauben das es noch mehr gibt, als das was ihnen im Labyrinth des Lebens begegnet, Kämpfe in ihrem Kopf austragen.

Ganz einfach:

Dem Teufel gefällt es nicht, dass du heraus willst!

Es gefällt ihm nicht, dass dir nicht reicht, was du in seinem Land vorfindest. Und er greift dich immer wieder an, um dich zurück in den Irrgarten zu holen, damit du dein Ziel verfehlst.

Was ist das Ziel?

Ein Mensch kommt zu Jesus und fragt: „Jesus, sag mir, welches ist das höchste Ziel meines Lebens? Jesus antwortete ihm: „Lerne, den Herrn, deinen Gott, zu lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit all deinen Gedanken! Das ist das erste und wichtigste Ziel deines Lebens. Ebenso wichtig ist das zweite: Lerne, deinen Nächsten zu lieben und dich selbst! Lerne es und du wirst leben und die Fülle des Lebens haben.“

Frei nach Matthäus 22,36-39

Gottvertrauen über das irdische Leben hinaus

Johannes war ein Mann Gottes. Er hatte das Ziel im Blick und wich davon nicht ab. Auch wenn das bedeutete, dass sein Kopf schlussendlich Herodias auf dem Silbertablett serviert wurde.

„Der Teufel, der Herrscher dieser Welt, hat sich schon auf den Weg gemacht. Er hat zwar keine Macht über mich, aber die Welt soll erfahren, dass ich den Vater liebe. Deswegen werde ich das ausführen, was Gott mir aufgetragen hat.“

Johannes 14,30-31

Johannes kannte den Feind, kannte aber auch den Retter. Er wusste, dass der Feind da ist, aber gleichzeitig durch Jesus bereits entmachtet ist.

Er wusste, bei Gott, dem himmlischen Vater hat er seine Wohnstätte sicher. Selbst wenn sie ihm den Kopf abhacken. Das Geschenk seines Vaters, das ewige Leben, konnte ihm niemand nehmen.

2. Wie sieht der Teufel aus?

„Seid besonnen und wachsam! Denn der Teufel, euer Todfeind, läuft wie ein brüllender Löwe um euch herum. Er wartet nur darauf, dass er einen von euch verschlingen kann.“

1. Petrus 5,8

Seit Narnia fällt es mir schwer, mir den Teufel als Löwen vorzustellen.

Die rote Figur mit Hörnern und Dreizack trifft es für mich aber auch nicht so richtig.

Schlangen lassen mich schaudern und faszinieren gleichzeitig auf verstörerische Weise. Deshalb schuf Joane K. Rowling im zweiten Teil ihrer Harry Potter Reihe für mich das perfekte Sinnbild für das Böse, welches im Verborgenen innerhalb der eigenen Mauern flüsternd in unser Denken einfällt.

Haben wir nicht alle eine Kammer des Schreckens in uns?

Einen Raum tief in unserem inneren, den wir sorgfältig verschlossen haben?

Dieser Raum beinhaltet nichts anderes als unsere eigenen Ängste. Wenn dieser Raum verschlossen ist, beeinflusst die Kammer des Schreckens mit dem schlafenden ungeheuer unser Tun und Wirken im Alltag nicht. Doch Satan weiß genau, wie diese Kammer zu öffnen ist, sodass er unsere Ängste, Verletzungen, schmerzlichen Erfahrungen und all das andere finstere Zeug aus der Tiefe nutzen kann, um daran anzuknüpfen und sein Spiel mit uns zu treiben.

Einen schlafenden Drachen soll man nicht wecken, doch genau das tut der Teufel. Er weckt in uns Ängste, Sorgen, Begierden und lenkt dadurch unsere Aufmerksamkeit vom Licht ins Dunkel.

Das Wort Drache stammt von dem altgriechischen Wort Drakon, was nichts anderes als Schlange bedeutet.

Vermutlich ist es kein Zufall, dass der Name von Harrys Erzfeind Draco Malfoy auf die Schlange anspielt.

„Der große Drache ist niemand anderes als der Teufel oder Satan, die listige Schlange, die schon immer die ganze Welt verführt hat. Er wurde mit allen seinen Engeln aus dem Himmel auf die Erde hinuntergestürzt.“

Offenbarung 12,9

Egal wie der Teufel als Wesen für dich aussieht, er ist ein Bild des Schreckens. Auch wenn du ihn physisch nicht siehst, wird Satan in den Schrecken dieser Welt sichtbar. Misshandelte Kinder, Kriegsopfer, Leid, Neid, Missgunst, Unterdrückung und Unglaube sind seine Werke.

3. Wie greift er uns an?

Innerhalb der Mauern Hogwarts sucht das Ungeheuer seine Opfer.

Sein Ziel:

Töten!

„Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. […]“

Johannes 10,10

Der Teufel selbst hat nur so viel Einfluss, wie wir ihm geben. Er selbst kann uns nur vor Angst lähmen oder uns als Werkzeug für seine Zwecke gebrauchen. Die Schlange selbst hat keine Autorität. Wie denn auch ohne Hände und Füße. Das Schicksal des Teufels ist es am Boden zu kriechen und durch seine List und die gespaltene Zunge uns Menschen zu beschwatzen, damit wir für ihn arbeiten.

Die Arbeit, die wir Menschen für ihn tun:

Lästern, Verurteilen, Bescheissen, Töten.

Der Teufel hat nur ein einziges Werkzeug:

Sein riesiges Maul!

Das Schlangenmaul mit der zwiespältigen Zunge und den giftigen Zähnen ist das, wovor wir uns in Acht nehmen müssen.

Kleiner Schlangenexkurs:

Nachdem die Schlange zugebissen hat, umschlingt sie ihre Beute mit ihrem Körper. Das Opfer stirbt an Herz-Kreislauf-Versagen. Dann wird der Fang im Ganzen verschlungen.

Die Schlange ist in der Lage ihre Unterkiefer auszurenken, um Beutetiere zu verschlingen die viel größer sind als sie selbst. Der enorm dehnbare Körper nimmt die Beute als ganzes Stück in sich auf, was von außen sichtbar ist. Dann verdaut sie über Tage hinweg ihr Opfer.

Manchmal wird ihre Gier ihr dabei zum Verhängnis. Denn die große Beute im Schlangenmagen beginnt auch von innen heraus zu verwesen. Dabei entstehen nicht nur blähende Gase, sondern auch Gifte. Die sind mitunter tödlich. So kann es passieren, dass die Schlange an ihrer eigenen Gefräßigkeit zugrunde geht.

Vielleicht ist es Herodias so mit Johannes dem Täufer als Beute ergangen nachdem sie, listig und sogar ihre eigene Tochter in ihre bösen Absichten reinziehend, forderte:

„[…] Dann lass mir sofort den Kopf von Johannes dem Täufer auf einem Teller herbringen.“

Matthäus 14,8

Kenne die Waffen des Teufels!

Achte auf deine Gedanken, denn sie sind das Einfallstor des Teufels.

Sein Gift injiziert dir der Teufel über deine Gedanken.

Das tut er auch bei jedem anderen Menschen. Eine andere Möglichkeit hat er nicht.

Hand anlegen oder mit den Füßen treten kann er nicht!

Hat er sein Gift gespritzt, dann zieht er seine Schlinge immer enger.

Doch allein damit richtet er erheblichen Schaden in uns selbst, durch uns in anderen und in uns durch andere an. Was das für eine Kettenreaktion ergibt, sehen wir in unserer Welt überall dort wo Menschen leiden und Gewalt, Unterdrückung und Feindseligkeit herrscht.

Ob Nachbarkeitsstreit oder Ausländerfeindlichkeit, der Teufel ist mitten drin.

Er liebt es, wenn:

  • wir streiten
  • wenn wir gestresst und gehetzt sind
  • wir ungeduldig sind
  • wir leistungsorientiert statt beziehungsorientiert sind
  • wir überfordert sind
  • wir uns ungeliebt fühlen
  • wir uns selbst nicht achten

Auf diesem Nährboden kann er seine teuflische Gedankenaussaat säen. Mit unzufriedenen, ruhelosen Menschen hat er leichtets Spiel.

Er stiehlt uns:

  • Zeit
  • Bewusstheit
  • Motivation

Genau diese Faktoren brauchen wir für eine lebendige Gemeinschaft mit Gott. Sein Ziel:

Töten!

Nicht unbedingt physisch, denn für seine Spiele möchte er uns als seine Figuren gerne beherrschen.

Er hat es auf unseren geistlichen Tod abgesehen.

Er beschäftigt die Menschen im Labyrinth des Lebens wie im alten Rom:

Gebt den Menschen Brot und Spiele, damit sie nicht anfangen nachzudenken.

Er hindert Menschen daran im Gegenwärtigen Moment bewusst im Geiste zu sein. Dies tut er entweder durch Hartz-IV-TV (du weißt was ich meine, wenn du am Nachmittag RTL schaust), oder durch ein Zuviel an Aufgaben, sodass wir keine Zeit haben, um nach Gott zu fragen.

Gläubige greift er offensiver an. Er bringt Menschen dazu uns zu verachten und zu verfolgen. In Beziehungen treibt er sein Unwesen und nutzt unsere Verletzungen, um daran anzuknüpfen und sein Spiel zu treiben. Unsere menschlichen Fehltritte nutzt er, um uns einzureden, wir seien vor Gott nicht würdig.

Der Teufel wirkt in unseren Gedanken, nutzt unsere Gefühle und bringt uns dazu das Ziel zu verfehlen. Biblisch ausgedrückt:

Er verleitet uns zur Sünde und trennt uns im Geiste von der Gemeinschaft Gottes.

Die Schlange Slytherins spricht Pasel, die Sprache des bösen, die gute Zauberer nicht verstehen und auch nicht verstehen wollen. Harry versteht die Schlangensprache. Er kennt nicht nur den Feind, sondern auch die Sprache des Feindes und kann der gespaltenen Zunge der Schlange seine Wahrheit entgegensetzen.

4. Ausgerüstet zum Kampf

Welche Kampfausrüstung uns zur Verfügung steht, erfahren wir in Epheser 6,10-18:

„Zum Schluss noch ein Wort an euch alle: Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Lasst euch mit seiner Macht und Stärke erfüllen! Greift zu all den Waffen, die Gott für euch bereithält, zieht seine Rüstung an! Dann könnt ihr alle heimtückischen Anschläge des Teufels abwehren. Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben. Darum nehmt all die Waffen, die Gott euch gibt! Nur gut gerüstet könnt ihr den Mächten des Bösen widerstehen, wenn es zum Kampf kommt. Nur so könnt ihr das Feld behaupten und den Sieg erringen. Bleibt standhaft! Die Wahrheit ist euer Gürtel und Gerechtigkeit euer Brustpanzer. Macht euch bereit, die rettende Botschaft zu verkünden, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat. Verteidigt euch mit dem Schild des Glaubens, an dem die Brandpfeile des Teufels wirkungslos abprallen. Die Gewissheit, dass euch Jesus Christus gerettet hat, ist euer Helm, der euch schützt. Und nehmt das Wort Gottes. Es ist das Schwert, das euch sein Geist gibt. Hört nie auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen.“

Epheser 6,10-18

Gebet:

Lieber himmlischer Vater, der Feind versucht oft, mich mit Unglauben zu füllen und Deine große Liebe zu mir zu verneinen. Aber wie Abraham halte ich fest an deinem Versprechen. Danke für den Trost, den ich in Deinem Versprechen immer bei mir zu sein, finden darf.

Jesus, in Deinem Namen bete ich für den Sieg. Befähige mich dazu, jeden Gedanken zum Gehorsam zu bringen. Hilf mir, Satans Worten nicht zu erlauben, in meinen Gedanken zu bleiben und mir den Sieg zu stehlen.

Genieße dein Leben in der Gegenwart Gottes.

Sabrina F.P.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*