/ April 29, 2020/ Allzu menschliches/ 0Kommentare

In diesem Beitrag erfährst du…

  • wie du dich so richtig abwerten kannst,
  • was deinen Selbstwert steigert
  • wie ein negatives Selbstbild entsteht
  • wie du dauerhaft Frieden mit dir selbst hast

Diese 10 Regeln der Selbstabwertung werden dir helfen, dich richtig mies zu fühlen.

Am besten wertest du dich selbst ab, indem du dich schlecht behandelst.

Und so geht das:

1. Sprich negativ über dich selbst. Wenn du ein Kompliment erhältst, dann suche einen Grund, warum das, was du getan hast, nicht dein Verdienst ist. Lasse jeden negativen Gedanken über dich selbst zu, der dir durch den Kopf geht!

2. Vergleiche dich mit anderen Menschen! Guck dir genau an, was sie alles haben und können und was dir im Vergleich dazu fehlt

3. Mach deinen Wert abhängig von Äußerlichkeiten und Leistungen

4. Suche nach Fehlern und verurteile dich. Siehe dir deine Fehler und Schwächen genau an und reduziere dich allein auf sie

5. Versuche jemand anderes zu sein. Orientiere dich an dem, was andere sagen und meinen

6. Verbringe keine Zeit mit dir selbst. Sei gedanklich und in deinem Tun immer bei den Belangen deiner Mitmenschen. Gestatte dir nicht, dem nachzugehen, was dir allein Freude macht

7. Gehe gebeugt und mit hängenden Schultern

8. Nehme dir keinen Raum. Weder zum Atmen noch zum Sein. Atme am besten nur flach, um niemandem Sauerstoff wegzunehmen und mache dich überall wo du bist, ganz klein

9. Wenn du mit etwas konfrontiert wirst, übernehme sofort Verantwortung dafür und kümmere dich darum. Nicht, dass noch jemand vor dir auf die Idee kommt einen Handschlag zu tun.

10. Esse ungesund, trinke wenig bis gar nichts und schlafe auch nur, wenn dir die Augen zu fallen und nichts mehr geht.

Zeige dir und anderen, was du dir Wert bist!

Deinen Selbstwert steigern kannst du, indem du das Gegenteil von dem denkst und tust, was dich abwertet:

1. Sprich positiv, mitfühlend, verständnisvoll und vor allem realistisch über dich selbst. Realistisch betrachtet hast du viel mehr Stärken als Schwächen. Und realistisch betrachtet wärst du ohne deine Schwächen, wie ein auf hochglanzpolierter Pavianarsch, den sich niemand anschauen möchte

2. Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen. Lasse dich von deinen Mitmenschen inspirieren, aber nicht einschüchtern. Vergleichen macht dich unglücklich und bringt dich vor allem von deiner eigenen Mission ab. Das wäre echt schade, denn du bist ein ganz individuelles, einzigartiges Puzzleteil in Gottes großem Plan

Ein Gleichnis dazu:

Wenn dein Finger ein Ring trägt, erfreuen sich die Augen daran oder sind sie neidisch? Jammern deine Füße in den Schuhen und wollen lieber Hände sein? Sagt dein Ohr: „Ich will mir nicht immer so viel Mist anhören müssen und würde lieber wie die Füße spazieren gehen?“ Die Glieder unseres Körpers bilden alle zusammen unseren Leib und sind gleichermaßen wertvoll und aufeinander angewiesen

3. Dein Wert ist nicht abhängig von Äußerlichkeiten und Leistungen! Gottes bedingungslose Liebe gilt Allen gleichermaßen. Auch denen, die durch schwere Krankheit schlecht aussehen und bettlägerig auf die Leistungen Anderer angewiesen sind, weil sie selbst nichts mehr leisten können

4. Nimm deine Schwächen an und höre auf, ständig an dir zu arbeiten. Bitte vielmehr Gott, dich nach seinem Plan zu verändern. Richte deinen Blick auf das Gute und überwinde so das Schlechte durch das Gute

5. Sei du selbst! Versuche nicht zu sein, wie andere. Gott hat uns unterschiedlich gemacht. Kein Fingerabdruck dieser Welt gleicht dem anderen. Das ist nicht ohne Grund so. Orientiere dich an dem, was Gott dir sagt und nicht an dem Gerede anderer

6. Wenn du immer wieder Zeit allein verbringst, hörst du besser was Gott dir sagt. Schaffe dir Räume und Zeiten, in denen du für andere nicht greifbar bist. Sei nicht pausenlos im Einsatz. Auszeiten sind wichtig!

7. Gehe aufrecht. Die Schultern weg von den Ohren und der Kopf zum Himmel strebend

8. Gebe deinem Körper Raum. Ziehe keine Kleidung an, die dich unangenehm beengt. Atme immer wieder bewusst und genieße es, wenn der Sauerstoff deinen Organismus belebt. Spreche es an, wenn dir jemand körperlich oder verbal zu Nahe tritt

9. Lasse dein Ja, ein klares Ja sein und dein Nein, ein klares Nein. Du musst nicht alles tun, was von außen an dich herangetragen wird. Frage Gott, ob das Paket, das du da erhältst, neben all deinen anderen Aufgaben auch wirklich ein Auftrag für dich ist. Wenn Gott nein sagt, dann sage auch nein

10. Esse bewusst. Bete vor dem Essen

z.B. Vater, schenke mir eine gute Verdauung und immer genug Nahrung, damit ich etwas zum Verdauen habe

Papst Franziskus

Beten hilft nachweislich gegen hastiges Essen und stressbedingten Magenbeschwerden. Trinke genug Wasser, um deinem Körper dabei zu helfen, Giftstoffe und Abbauprodukte auszuschwemmen. Schlaf ist für ein gutes Körpergefühl und geistige Klarheit wesentlich. Mindestens dreimal pro Woche sollten es nachts 8 Stunden sein. Ein Mittagsschlaf ist übrigens auch etwas Feines.

Wie du mit dir selbst umgehst, kann dir Aufschluss darüber geben, wie es um deinen Selbstwert bestellt ist. Wenn du dauerhaft deine eigenen Bedürfnisse übergehst, hast du ein Problem. Dauerhaft im „für andere Dasein Modus zu sein“, schadet deiner Beziehung zu dir selbst.

Wie entsteht ein negatives Selbstbild?

Wir werden geboren und sind auf Liebe angewiesen.

Wir sind bei unserem Start ins Leben nicht nur empfänglich für liebevolle Aufmerksamkeit, sondern für unser Überleben darauf angewiesen.

Ein schreckliches Experiment welches im 13. Jh. von Kaiser Friedrich II. angeordnet wurde, ist ein Beleg dafür, dass ohne ein Fünkchen Liebe kein Leben möglich ist.

Der Kaiser wollte herausfinden, welche Sprache isolierte Kinder zu sprechen beginnen. Er vermutete, dass es Hebräisch sei, die Sprache von Adam und Eva. Das Ergebnis des Versuchs:

Alle Säuglinge starben.

Vermutlich auf Grund fehlender „sensorischer Stimulation“. Friedrich II. schrieb als Erklärung:

„Sie vermochten nicht zu leben ohne das Händepatschen und das fröhliche Gesichterschneiden und die Koseworte ihrer Ammen.“

Wir werden als Wesen geboren, die auf Beziehung ausgelegt sind.

Ein Neugeborenes achtet seine Bedürfnisse und macht sich bemerkbar, wenn diese nicht gestillt werden.

Wird das Weinen immer wieder ignoriert und die Grundbedürfnisse des Babys missachtet, lernt und verinnerlicht der kleine Mensch schnell, dass seine Stimme nicht wichtig ist. Entweder, es wird nun immer vehementer fordern, oder es zieht sich zurück und passt sich an.

Ein Synonym für Liebe ist das Wort Hingabe.

Was bedeutet Hingabe?

In der elterlichen Fürsorge ist es die Botschaft an das Kind: „Ich gehe auf dich und deine Bedürfnisse ein und nehme mir Zeit für deine Belange. Ich gebe mich dem Moment mit dir hin.“

Auch in der Paarbeziehung geben wir uns dem anderen hin, indem wir ihm oder ihr unsere Zeit schenken und damit ausdrücken: „Du bist mir wichtig“.

Warum fühlen wir uns von Gott geliebt?

Ist es seine Präsenz, die er an den Tag, sogar in die Nacht legt und uns damit das Gefühl gibt: „Wir sind ihm wichtig?“

Wir sind ihm sogar so wichtig, dass er keine festgelegte Zeit für uns übrig hat, sondern immer an unserer Seite steht. Eine lebenslange Nestwärme hält Gott für uns bereit.

Seine Aufmerksamkeit ist dir gewiss, selbst wenn du ihm (mal) keine Aufmerksamkeit schenkst. Gott hat lebhaften Anteil am Leben seiner Kinder.

Wir lieben, weil Er zuerst geliebt hat.

1. Johannes 4:19

Wenn du dich als Kind auf irgendeine Art geliebt fühltest, hast du vielen anderen Menschen etwas voraus:

Wer sich geliebt weiß, ist mit sich selbst verbunden und damit bindungsfähig.

Viele Kinder erleben bereits in ihrem Elternhaus viel Ablehnung, Ignoranz oder sogar zerstörerische Gewalt.

Wo in diesen Fällen ein negatives Selbstbild herkommt ist klar.

Aber auch die einst wohlbehüteten Kinder machen ihre Erfahrungen in dieser Welt, die Spuren hinterlassen.

Im Laufe unseres Lebens scheißen viele Vögel auf uns drauf. Wenn dann kein abwaschbares Fundament vorhanden ist, wird der Haufen Kot in deinem inneren Heiligtum immer größer. So beschmutzt fällt es schwer, den eigenen Wert zu erkennen.

Frieden mit dir selbst in Jesus Christus

Die Vögel werden das Scheißen nicht lassen, deshalb brauchst du ein gutes Waschmittel zu Reinigung.

Jesus ist gekommen, um die „rein zu waschen“, die an ihn glauben.

Stell dir vor, du währst beim Abendmahl dabei und sitzt mit den Jüngerinnen und Jüngern mit am Tisch. Wenn du wie Simon Petrus abwehrend sagen würdest:

„Herr, wie kommst du dazu, mir die Füße zu waschen!“

Joh 13,6

Dann bekämst du die gleiche Antwort wie der sich selbst abwertende Jünger:

„Was ich hier tue, verstehst du jetzt noch nicht. Aber später wirst du es begreifen.“

Joh 13,7

Doch der unverständige Petrus blieb bei seiner Meinung:

„Niemals sollst du mir die Füße waschen!“

Joh 13,8

Jesus wurde deutlicher, um dem Jünger klar zu machen, dass wenn er sich nicht darauf einlassen kann, von ihm als etwas Wertvolles behandelt zu werden, dann kann er ihn schließlich auch nicht reinwaschen. Er erwiderte:

„Wenn ich dir nicht die Füße wasche, gehörst du nicht zu mir!“

Joh 13,8

Endlich begriff Simon Petrus, dass es wirklich um ihn ging. Dass Jesus ihn liebte und er ihn wie einen Säugling geistig nährte und von aller Schuld reinwusch, weil der Mensch gewordene Gott, die elterliche Verantwortung für seine Jünger übernahm.

Jetzt wurde Petrus verständig, nahm diese Liebe an und forderte wie ein verhungertes Kind noch mehr ein:

„Herr, dann wasch mir nicht nur die Füße, sondern auch die Hände und das Gesicht!“

Joh 13,9

Jesus antwortete:

„Wer gebadet hat, der ist ganz rein. Ihm braucht man nur noch den Straßenstaub von den Füßen zu waschen. Ihr seid rein…“

Joh 13,10

Wenn Jesus sagt du bist rein, dann bist du rein.

Oder verliert ein 100 € Schein etwa seinen Wert, nur weil er faltig, zerknittert, schmutzig und schon oft zum Bezahlen benutzt wurde?

Gebet:

Herr, ich stehe vor dir, so wie ich gemeint bin. Wie ich von dir gemacht wurde, was andere aus mir gemacht haben und wie ich mich selbst mit meinem freien Willen darin entwickelt habe. Erlöse mich von meinen Schuldgefühlen, damit ich mit dir auch über meine dunkelsten Ecken sprechen kann. Lass meinen Glauben nicht zur Bürde werden, indem ich denke, ich müsse in Vorleistung gehen, um deine Liebe zu empfangen. Lass mich wissen, ich bin geliebt von dir.

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Genieße dein Leben in der Gegenwart Gottes.

Sabrina F. P.

Was hältst du von dir?

Der Ursprung allen seins…

Foto von Madison Inouye von Pexels

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